Unsere Geschichte


Hier einige Bilder aus der Festschrift zum Rückblick auf die 75-jährige Geschichte der Freiwillige Feuerwehr Katzenfurt




Rückblick auf die 75-jährige Geschichte Freiwilligen Feuerwehr Katzenfurt


1932

Ende 1932 gründeten 39 junge Männer die Freiwillige Feuerwehr Katzenfurt.
Den Gründern der Wehr gilt unser besonderer Dank.
Wir möchten sie an dieser Stelle einmal namentlich erwähnen:


Fuhrländer Wilhelm Hinkel, Fritz

Löll, Heinrich Zehner, Heinrich

Weber, Heinrich Keil, Heinrich

Weidenbach, Heinrich Clös, Ernst

Krauss, Karl Keil, Wilhelm

Feye, Karl Lemp, Ludwig

Löll, Ludwig Daniel, Eugen

Keller, Jakob Hild, Heinrich Schild, Eduard
Jakob, Heinrich Groß, Friedrich

Lauth, Hermann Jakob, Ludwig

Kloos, Ernst Würz, Heinrich

Martin, Heinrich Obitz, Hermann

Klatt, Heinrich Fritz Quandt Feye, Fritz

Möller, Helmut Mußgenug, August

Kuhlbörsch, Heinrich Kühn, Karl

Klatt, Ludwig Grün, Emil

Groß, Wilhelm Schild, Heinrich

Martin, Ludwig Quandt, Heinrich

Emmelius, Heinrich


Von den insgesamt 39 Gründern sind zwischenzeitlich alle verstorben.


1933 – Kriegsende

In der Sitzung der Gemeindevertretung vom 26. Januar 1933 nimmt diese von der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Katzenfurt Kenntnis und sichert zu, die bis jetzt sich gemeldeten Mannschaften mit Uniform auszurüsten.
Die Leitung der neu gegründeten Freiwilligen Feuerwehr übernahm der seitherige Ortsbrandmeister der Pflichtfeuerwehr, Ludwig Jakob (Großvater von Heinz Jakob, Elektrogeschäft). Bereits 1935 übernahm Karl Feye die Leitung der Wehr, die er bis zu seiner Einberufung zum Kriegsdienst 1941 inne hatte.
Bis zum Kriegsende 1945 war Heinrich Löll, aus der Bahnhofstraße, Wehrführer. Bereits in den ersten Jahren ihres Bestehens musste die Katzenfurter Wehr zu größeren Bränden ausrücken.
Bei einem Brand in Greifenstein bestand sie bereits ihre Feuerprobe hervorragend, war sie doch hier die erste Wehr an der Brandstelle und leistete tatkräftige Hilfe. Die Brandversicherung vermachte der Gemeinde als Anerkennung einen beträchtlichen Geldbetrag, der für die Anschaffung einer 400-Liter-„Flader“ Motorspritze verwendet wurde. Mit dieser Spritze begann bei der Wehr die Zeit der Motorisierung.

m Kriegsjahr 1943 hatte die Wehr bei einem Scheunenbrand auf dem Anwesen der Familie Fine einen Großeinsatz, galt es doch hier, die in einem dichten Häusergewirr stehende Scheune zu schützen. Die Aufgabe war damals schwierig, zumal viele junge Mitglieder bereits zum Kriegsdienst einberufen waren.


1945
Mit dem totalen Zusammenbruch 1945 kam auch jegliche Aktivität der Freiwilligen Feuerwehr zum Erliegen. Auf Initiative des Kreisbrandinspektors Keul und des damaligen kommissarischen Bürgermeisters Ernst Kuhlbörsch wurde die Wehr 1948 neu organisiert. Es war ein beschwerlicher Anfang, denn außer der intakten 400-Liter-Spritze war fast nichts vorhanden. Das Schlauchmaterial war gering und dazu in sehr schlechtem Zustand. Das Spritzenhaus am Ende des Schulhofes war baufällig und bot kaum Schutz gegen Witterungseinflüsse. Die Hanfschläuche vermoderten.

1948

Zum ersten Einsatz musste die neu gegründete Wehr im Jahre 1948 zu einem Großbrand im damaligen Sägewerk Weimer nach Ehringshausen. In welch schlechtem Zustand sich das Material und die Geräte damals befanden, zeigt die Tatsache, dass bei einem Brand in Edingen die Motorspritze zugefroren war. Dass trotzdem tatkräftige Hilfe geleistet werden konnte, ist der Tüchtigkeit unseres heutigen Ehrenbrandmeisters Ernst Kloos zu verdanken.

Mit welchen wirklich primitiven Mitteln sich die Wehr in dieser Zeit behelfen musste, zeigt ein Einsatz in Greifenstein. Mit dem einzigen zur Verfügung stehenden Lastauto, dies gehörte damals Walter Schaub, versuchte man zur Brandstelle nach Greifenstein zu kommen. Da der Spritzenwagen keine Anhängerkupplung hatte, wurde dieser mit Stricken an das Auto festgebunden. Im Wald kurz vor dem "Waldhof Elgershausen“ gingen plötzlich am Fahrzeug die Lichter aus. Nun galt es im Dunkeln die Lichter zu reparieren, da man ja schnellstens an die Brandstelle kommen musste. Am letzten steilen Berg rissen die Seile und die Motorspritze landete im Straßengraben. Mühselig wurde diese wieder auf die Räder gestellt und die Seile ausgebessert und weiter ging es nach Greifenstein.

1952

In diesem Jahr wurde die damals so genannte „Tagesfeuerwehr“ gegründet; in dieser Zeit war der größte Teil der Aktiven außerhalb des Dorfes beschäftigt und der Feuerschutz im Ort war nicht gewährleistet. Aus diesem Grund wurden alle jüngeren Männer, die im Ort beschäftigt waren, vom Bürgermeister angeschrieben, um Mitglied in der Feuerwehr zu werden; diese Aktion hatte auch Erfolg.

Ein erster großer Erfolg hinsichtlich der Ausrüstung der Wehr konnte im Jahre 1952 mit der Anschaffung einer gebrauchten 800-Liter-Spritze erzielt werden. Die benötigten „B-Schläuche“ wurden im Tausch erworben. Doch wie sich bald herausstellte, war es mit dieser neuen Spritze nicht gerade rosig bestellt, denn sie hatte doch erhebliche Mängel aufzuweisen. Hiervon weiß besonders der Maschinist zu berichten, riss er sich doch buchstäblich die Arme aus, um den Motor anzuwerfen. Der Einbau einer Zündverstärkung brachte eine Besserung, aber keine endgültige Beseitigung.


Auch das Schlauchmaterial war nicht im besten Zustand. Zwar schaffte die Gemeinde jedes Jahr einige neue Schläuche an, aber in dem baufälligen und nassen Gerätehaus litt der damals noch übliche Hanfschlauch an Fäulnisbildung.

Ihre Feuerprobe bestand die neue Spritze bei einem Einsatz zu einem Brand in Dillheim. Der Einachs-Anhänger mit der Spritze wurde damals im Laufschritt von den Feuerwehrkameraden nach Dillheim gezogen. Erinnerungen, die sicherlich auch heute noch bei dem einen oder anderen Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung wach sind.



1957

Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der Katzenfurter Feuerwehr konnte im Jahre 1957 gesetzt werden. Pünktlich zum 25-jährigen Jubiläum der Wehr, welches festlich begangen wurde, konnte das neu erbaute Gerätehaus übergeben werden.
Damit hatte die Feuerwehr endlich ihr langersehntes Heim und auch für die Gerätschaften waren geordnete Plätze vorhanden. Seit dieser Zeit ging es mit der Wehr eigentlich ständig aufwärts und auch seitens der Gemeinde wurden die Ausgaben für den Brandschutz aufgestockt. Vor allem wurde das Schlauchmaterial laufend ergänzt und verbessert, denn der Ort dehnte sich durch neue Bebauungen immer weiter aus. Statt der alten Hanfschläuche wurden nun moderne vollsynthetische Feuerwehrschläuche angeschafft.


Übergabe der neuen Unterkunft von Bürgermeister Rumpf an Karl Bornträger

Im Februar 1966 wurde die Wehr durch die Anschaffung eines weiteren Löschfahrzeuges voll motorisiert. Dieses Fahrzeug besaß zwei unabhängige 800-Liter-Pumpen. Die eine war eine so genannte „Vorbaupumpe“ und wurde vom Motor des Fahrzeuges betrieben, die zweite war eine selbstständige, im Heck eingeschobene Tragkraftspritze mit einem luftgekühlten VW-Motor.


1969

Weitere wichtige Anschaffungen wurden getätigt. Der hochbockige, noch mit Holzrädern versehene Hydrantenwagen wurde durch einen modernen luftbereiften Anhänger ersetzt; dieser besitzt eine große B-Schlauch-Haspel und zwei kleinere Haspeln für C-Schläuche.



1971

Drei Atemschutzgeräte wurden in 1971 angeschafft und zwei Feuerwehrkameraden konnten sich in Kassel an der Hessischen Landesfeuerwehrschule das dafür erforderlich Fachwissen aneignen.
Anschluss der gemeindlichen Trinkwasserversorgung an den Wasserverband „Dillkreis-Süd“

In den früheren Jahren war die Wasserversorgung als ideal zu bezeichnen, denn die Dill und der Mühlgraben flossen längs des lang gezogenen Dorfes. Durch die enorme Bautätigkeit in den 70er Jahren hatte sich diese Situation jedoch erheblich verschlechtert. Um das Löschwasser auch an die letzten Häuser der neu erbauten Ortsbereiche zu pumpen zu können, waren etwa 800 m lange Schlauchleitungen über große Höhenunterschiede erforderlich. Durch den Anschluss an den Wasserverband kam es zu der notwendigen und wesentlich verbesserten Wasserversorgung.



1972

In der Zeit vom 7. – 9. Juli 1972 feiert die Feuerwehr ihr 40-jähriges Jubiläum. Das Fest, verbunden mit dem Kreisfeuerwehrverbandstag wurde in einem würdigen Rahmen begangen.
Nach dem Fest hielt der Aufwärtstrend in der Feuerwehr Katzenfurt weiterhin an und es kamen ständig Mitglieder hinzu.

Die Wehr musste zu einem Großbrand bei der Fa. Küster in Ehringshausen ausrücken. Außerdem mussten in diesem Jahr wegen wolkenbruchartiger Regenfälle auch mehrere Keller ausgepumpt werden.


1976

Ein weiteres Atemschutzgerät wurde angeschafft; zwischenzeitlich haben 5 Mitglieder den Atemschutzlehrgang an der Hessischen Landesfeuerwehrschule in Kassel mit Erfolg abgeschlossen.

1977

Dieses Jahr stand aus Sicht der Wehr ganz im Zeichen des Führungswechsels, denn der langjährige Ortsbrandmeister, Karl Bornträger, übergab am 1.10.1977 die Leitung der Freiwilligen Feuerwehr Katzenfurt an den Feuerwehrkameraden Werner Hempel.
Fast 30 Jahre hatte Karl Bornträger durch seinen persönlichen Einsatz und sein Engagement um das Feuerwehrwesen, die Geschicke der Katzenfurter Wehr gelenkt; ihm ist es wesentlich zu verdanken, dass die Ausrüstung der Wehr auf einen modernen Stand gebracht werden konnte. Darüber hinaus verstand er es vorzüglich, die Kameradschaft innerhalb der Wehr zu fördern. Nach seiner aktiven Dienstzeit stand er bis zu seinem Tode der Wehr weiterhin mit Rat und Tat zur Seite.

1979

Im September 1979 erfolgt die Gründung der Jugendfeuerwehr Katzenfurt (siehe auch besonderes Kapitel).

Mit 16 Jugendlichen wurde die Jugendfeuerwehr gegründet. Die beiden Ausbilder Dieter Kohl und Klaus Delboi betreuten die Jugendlichen. Weitere junge Mitglieder schlossen sich im Laufe der Zeit der Jugendfeuerwehr Katzenfurt an.

Weiterhin konnten auch acht 2-teilige Stahlkleiderschränke beschafft werden.

Im Laufe des Jahres musste die Wehr zu insgesamt 8 Einsätzen ausrücken.


1980 / 1981

Am 30. Juni 1980 übergab Bürgermeister Manfred Fughe der Feuerwehr einen gebrauchten Mannschaftswagen (Ford-Bus, Kosten 6.800,00 DM). Mit dieser Anschaffung wurden die Transportprobleme der Wehr wesentlich verbessert.

Rund eineinhalb Jahre musste der Mannschaftswagen der Wehr an ungewohnter Stelle - in der Dreschhalle -, untergebracht werden; bevor er dann endlich sein neues Domizil bezog. Die neue Garage, ein Anbau am ehemaligen Katzenfurter Bürgermeisteramt, wurde fertig gestellt. Rund 70.000,00 DM waren dafür im Haushaltsplan der Gemeinde vorgesehen, wobei die die Mitglieder der Katzenfurter Einsatzabteilung sowie ein passives Feuerwehrmitglied selbst Hand anlegten und in rund 300 Arbeitsstunden -vor allem am Rohbau- mitwirkten; hier wurde der inzwischen 16 Jahre alte Opel Blitz abgestellt; in der neuen Garage wurden auch 8 weitere Stahlkleiderschränke untergebracht.

1982

In der Zeit vom 11. – 13. Juni 1982 begeht die Feuerwehr Katzenfurt ihr 50-jähriges Jubiläum.
Unter der Schirmherrschaft von Dr. med. Herbert Weber wurde das Fest am Freitag mit einem Auftritt von einem der bekanntesten böhmischen Blasorchester, den „Original Böhmerländer Musikanten“ eröffnet; der offizielle Kommersabend am Samstag, sowie der Festzug am Sonntag mit anschließendem Bühnenspiel der teilnehmenden Musikzüge schlossen sich an.


1983

Die Übungsbeteiligung lag in diesem Jahr bei 81,3 %, wobei 7 Feuerwehrmänner keine Übung versäumten.
Am 17. Mai 1983 deckte ein gewaltiger Sturm die 2 Wohnhausdächer von Christa Herbel und Armin Eckhardt komplett ab; die Wehr hatte bei den Aufräumungsarbeiten einiges zu leisten.


1984

Die Katzenfurter Wehr war in diesem Jahr insbesondere bei dem sog. „Jahrhunderthochwasser“ im Einsatz.
Das die Feuerwehr auch sportlich einiges zu bieten hat, zeigte sie am 22. Juli bei der Gemeinschaftsveranstaltung der Katzenfurter Ortsvereine; bei dieser Veranstaltung, an der sich über 800 Personen beteiligten, gewinnt sie den begehrten Katzenfurter Ortspokal.
Bei dieser Veranstaltung zeigt sich auch der hohe Stellenwert des Vereinslebens in Katzefurt, wobei der Reinerlös der Veranstaltung, dem Kindergarten Katzenfurt, der Diakoniestation in Ehringshausen und dem Kinderheim „Zoar“ in Hüttenberg - Rechtenbach zu Gute kam.


1985

Große Freunde herrschte im Dezember 1985, als Bürgermeister Wolfgang Keiser der Wehr einen fast neuen Mannschaftswagen übergeben konnte; das Fahrzeug, das von der Polizei übernommen und in rot um lackiert wurde, kostete 5.000,00 DM.

1988

In der Jahreshauptversammlung am 2. Januar konnte berichtet werden, dass die Übungsbeteiligung bei den 46 aktiven Wehrmännern bei 72 % und bei den Jugendlichen sogar bei 82 % lag.
Beim 7. Ortsvereinsfest am 11.8. führte man in diesem Jahr Regie; aus den bisherigen Ortsvereinsfesten haben die Katzenfurter bereits 26.765 DM als Reinerlös für soziale Zwecke zur Verfügung gestellt.
Am 29.10.1988 kam es zum bis dahin zweifelsohne größten Brand in Katzenfurt, als die Scheune von Ludwig Lorenz im Flammen stand.


1989
Am 19. und 20. August feiert die Jugendfeuerwehr zusammen mit der gesamten Feuerwehrfamilie ihren 10. Geburtstag. Die zahlreichen Gratulanten hoben die vorbildliche Jugendarbeit der Katzenfurter Feuerwehr hervor.


Im November ging ein großer Wunsch der Feuerwehr in Erfüllung, als ihr von der Gemeinde bzw. durch Bürgermeister Eberhard Niebch ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 8 übergeben wurde. Das Fahrzeug kostete 130.000,00 DM, dazu kamen noch die Kosten der Ausrüstung mit einem Betrag von 19.000,00 DM und die Anschaffung einer neuen Tragkraftspritze mit 15.000,00 DM; die Landesbeihilfe betrug damals 52.000,00 DM, die Beihilfe des Landkreises 15.000,00 DM.


Der damalige Ortsbrandmeister Otmar Schmidt bezeichnete es als positiv, dass ein wesentlicher Schritt in Sachen Fahrzeugmodernisierung getan worden sei und in Katzenfurt so die Weichen für die Zukunft gestellt seien.

349 Mitglieder, davon 36 Aktive und 16 Jugendliche, zählte der Verein der Feuerwehr Katzenfurt zum Jahresende 1989.


1990

Im Januar 1990 wird Klaus Both zum neuen Wehrführer gewählt und löst damit Werner Hempel ab, der nach 40 Jahren aktivem Dienst, 12- jähriger Tätigkeit als Wehrführer bzw. 5- jähriger Tätigkeit als Wehrführer-Stellvertreter verabschiedet wird. Werner Hempel wird dafür von der Gemeinde Ehringshausen am 5.2.1990 in Anerkennung seiner Verdienste um das Feuerlöschwesen mit einer Urkunde zum Ehrenwehrführer ernannt.

Die Mitgliederzahl war während der „Hempel-Ära“ von 98 auf weit über 300 angestiegen.

Im Rahmen eines Wald- und Grillfestes weiht man feierlich das erste eigene Banner, wobei damit ein lang gehegter Wunsch der Feuerwehr in Erfüllung ging. Die beiden Pfarrer, Ernst Kaiser und Horst Eid, hielten hierzu gemeinsam eine Kurzandacht, während der Gemischte Chor des Gesangvereins „Dillgruß“ die Feierstunde mit mehreren Liedern umrahmte.


1992

Im Juni wurde das 60-jährige Jubiläum begangen. Ein Disco-Abend eröffnete die Feierlichkeiten und am Samstag spielten nach Festkommers bzw. Liedvorträgen des MGV Dillgruß die „Original Münchholzhäuser“ zum Tanz auf.
Beim Festzug am 21.6 zogen insgesamt 30 Zugnummern vom alten Bürgermeisteramt bis zum Festplatz; 18 Feuerwehren aus den Gemeinden des Altkreises Wetzlar waren gekommen, um einen Beitrag zum Festzug zu leisten und mit der Katzenfurter Wehr zu feiern.


1994

Im August konnte die Feuerwehr, im Rahmen eines Tages der offenen Tür, nach aufwendiger Sanierung und Umbau das Gerätehaus wieder in Besitz nehmen. Inoffiziell bezogen hatte man es bereits Ende Januar. Mit insgesamt 865 Stunden Eigenleistung stellte die Wehr selbst ihr Haus fertig. Begonnen hatten die Arbeiten am 6. November 1993, die Fertigstellung erfolgte dann am 28. Januar 1994. Für 40.000,00 DM Materialkosten und für die Gestaltung des Außenbereiches sorgte die Gemeinde.
Im oberen Stockwerk steht nun den 31 Aktiven ein Schulungsraum zur Verfügung und auch die 25 Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr erhielten einen eigenen Raum, wobei die Teeküche das obere Stockwerk komplettiert. Im Parterre befinden sich 2 neue Toiletten und ein Umkleideraum mit Spinden für die Schutzkleidung der Einsatzabteilung.

1995

Im Juni 1995 wird der Feuerwehr durch die Gemeinde ein von der Polizei ausgesonderter VW-Bus als Mannschaftstransportwagen zur Verfügung gestellt; etwas später wird zudem aus Eigenmitteln noch ein Einachs-Anhänger angeschafft.

1998

Von den insgesamt 111 Alarmierungen in der Gemeinde Ehringshausen war die Katzenfurter Wehr mit 24 Einsätzen, nach der Stützpunktwehr am häufigsten betroffen. Die Übungsbeteiligung bei den 36 Aktiven (von insgesamt 350 Mitgliedern) lag bei über 72 Prozent.
Über mangelnde Arbeit konnte man sich auch nicht beklagen; insgesamt 2.717 Stunden wurden für den ehrenamtlichen Dienst an der Allgemeinheit geleistet.


1999
Im Mittelpunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr stand ein „Spiel ohne Grenzen“ auf dem Sportplatz, bei dem die Jugendfeuerwehren ihre Kräfte messen konnten. Dabei machten sich die Brandschützer aus Katzenfurt das schönste Geburtstagsgeschenk und gewannen den Siegerpokal.
Den Nachmittag der Feierlichkeiten bestimmten eine große Fahrzeugschau sowie der offizielle Festkommers mit vielen Gratulanten.
Den Nachwuchs der Wehr, der von Edgar Müller betreut wird, bilden seinerzeit 5 Mädchen und 10 Jungen.


2000

Heiko Emmelius wird am 15. Januar in der Jahreshauptversammlung zum neuen Wehrführer gewählt und löst Klaus Both ab, der seit über 10 Jahren diese Position innehatte und insgesamt über 45 Jahre aktiven Dienst leistete. In seine Amtszeit fielen u.a. die die Gründung des Feuerwehrvereins, der Kauf der Ferienwohnung im Bayrischen Wald, die Anschaffung eines Banners sowie der Umbau des Gerätehauses.
Klaus Both wurde im Februar, in Anerkennung seiner Verdienste um das Feuerlöschwesen, durch die Gemeinde Ehringshausen zum Ehrenwehrführer ernannt.


2001
Für dieses Jahr fällt der Rückblick sehr erfolgreich aus: 331 Mitglieder und keine Nachwuchssorgen innerhalb der Feuerwehr lautete die Bilanz. Mit 35 Aktiven, davon 4 Frauen, ist die Katzenfurter Wehr die mitgliederstärkste innerhalb der Gemeinde Ehringshausen. Im diesem Jahr musste man so oft ausrücken, wie selten zuvor. Insgesamt 23 Einsätze, davon alleine 7 Brandeinsätze, mussten bewältigt werden.
236 Seminarstunden, 684 Ausbildungsstunden sowie 865 Stunden für die Renovierung des Feuerwehrgerätehauses waren weitere Schwerpunkte der Arbeit.


2002
Die Freiwillige Feuerwehr Katzenfurt bekommt in diesem Jahr gleich sechs neue Ehrenmitglieder: Wehrführer Heiko Emmelius ernennt in der Jahreshauptversammlung am 20.Januar die Mitglieder der damaligen , so genannten „Tagesfeuerwehr“ , Horst Becker, Heinz Jakob, Erich Schild, Ludwig Lotz, Willi Hardt und in Abwesenheit Albert Clös im Rahmen der Jahreshauptversammlung im Bürgerhof zu Ehrenmitgliedern; Sepp Hoffmann und Heinz Fine aus der „Tagesfeuerwehr des Jahres 1952“ hatten diese Auszeichnung bereits erhalten. Seit über 50 Jahren halten die Kameraden der Freiw. Feuerwehr die Treue.
Der Name „Tagesfeuerwehr“ kam 1952 auf, als durch ungenügend Personal der Brandschutz in Katzenfurt nicht mehr gewährleistet war. Insbesondere an den Werktagen, als die Feuerwehrmitglieder ihrer Arbeit in anderen Orten nachgingen, gab es Personalprobleme. Der damalige Bürgermeister Heinrich Rumpf bat alle Katzenfurter, die im Ort beschäftigt waren, in die Feuerwehr einzutreten. Mit Erfolg: die jetzt Geehrten ersparten so der selbständigen Gemeinde Katzenfurt seinerzeit die Einrichtung einer Pflichtfeuerwehr, bei der jeder männliche Einwohner zwischen 17 und 60 Jahren seinen Dienst hätte versehen müssen.

Mit der ganzen Feuerwehrfamilie feierte man am 9. März in der Heinrich-Emmelius-Halle den 70. Geburtstag der Wehr. Dass sich die Wehr sich besonderer Beliebtheit erfreut, bewiesen die zahlreichen Gratulanten, die für ein volles Haus sorgten. Im offiziellen Teil des Abends, überbrachten Bürgermeister und Schirmherr Eberhard Niebch, der neue Gemeindebrandinspektor Matthias Regel, Otmar Karl für die Ortsvereine und Rüdiger Richter vom Feuerwehrverband Wetzlar die Glückwünsche. Niebch betonte in seiner Rede, dass es schon immer ein Anliegen der Gemeinde Ehringshausen gewesen sei, die Feuerwehren zu fördern und verwies auf viele Investitionen. Er könne feststellen, dass das Geld gut angelegt worden sei, denn die Jubiläumsfeuerwehr sei mit 35 Aktiven die größte in der Gemeinde.


Im Oktober 2002 bekommt die Freiwillige Feuerwehr Katzenfurt ein neues Fahrzeug; allerdings wird das neue Gefährt nicht zur Brandbekämpfung verwendet.
Es handelt sich hierbei um ein Fahrzeug aus dem Jahr 1938, das bisher im Eigentum der Volksbank Wetzlar-Weilburg stand. Vorstand Ulrich Jakobi und Bernd Naumann von dem Kreditinstitut überreichten den wertvollen Oldtimer beim Feuerwehrgerätehaus an Bürgermeister Eberhard Niebch, Gemeindebrandinspektor Matthias Regel und dessen Stellvertreter, dem Katzenfurter Wehrführer Heiko Emmelius.
Für den symbolischen Wert von einem Euro geht das Klöckner-Humboldt-Deutz-Löschfahrzeug mit 70 PS, 4530 Kubikzentimeter Hubraum sowie einer Pumpleistung von 1.700 Liter pro Minute nun in das Eigentum der Katzenfurter Wehr über. Niebch bedankte sich bei der Volksbank für die außergewöhnliche Spende und betonte, dass es hier in guten Händen sei; schon seit einigen Jahren kümmerte sich die Wehr um den Oldtimer.

Zur Geschichte des Fahrzeuges:
Ende des Jahres 1938 war das Löschfahrzeug nach Trier ausgeliefert worden und dann verlor sich die Spur erstmal in den Wirren des Krieges und der Nachkriegsjahre.
In den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts hatte das ehemalige Berufsbildungszentrum in Schwalbach das Fahrzeug komplett neu aufgebaut, bevor die Volksbank es aus der Konkursmasse erwarb, um es schließlich in Katzenfurt unterzubringen. In Kleinarbeit überholte der Katzenfurter Emil Weber den Motor.
Zukünftig soll das Löschfahrzeug vor allem bei Oldtimerschauen und zu Jubiläumsveranstaltungen genutzt werden.

Das Jahr 2002 stellt in der Statistik der Feuerwehr Katzenfurt ein Novum dar; sie war zwar im gesamten Jahr zwar zu 14 Einsätzen (23 im Vorjahr) alarmiert worden, dabei jedoch zu keinem Brandeinsatz.
Eine Rekordzahl konnte man jedoch bei der Aus- und Fortbildung vermelden. Insgesamt 663 Lehrgangs- und Übungsstunden absolvierten die Brandschützer in diesem Jahr.
Die Feuerwehr ist mit 35 Aktiven (darunter 4 Frauen) die stärkste Einsatzabteilung in der Gemeinde Ehringshausen. Einige Nachwuchsprobleme hatte da die Jugendfeuerwehr, die aus neun Mitgliedern bestand.


2003

Die Freiwillige Feuerwehr Katzenfurt musste in diesem Jahr so oft ausrücken wie noch nie in ihrer langen Geschichte zuvor; insgesamt 35 Einsätze waren zu bewältigen.
So rückten die Brandschützer bei Umweltschäden, einem Dachstuhlbrand in Ehringshausen, zwei Verkehrsunfällen mit Personenschäden, 25 Hilfeleistungseinätzen und den lästigen Fehlalarmierungen durch eine Brandmeldeanlage bei einer heimischen Firma aus.
Ein Schwerpunkt der Arbeit der Aktiven war wieder die Fortbildung. Insgesamt 770 Lehrgangs- und Übungsstunden hatte die Einsatzabteilung geleistet, so dass Wehrführer Heiko Emmelius, auf Grund der erfüllten Lehrgangsvoraussetzungen, neun Aktive befördern konnte.


2004

In diesem Jahr beging die Jugendfeuerwehr ihr 25-jähriges Bestehen, was ganz besonders im Mittelpunkt der Aktivitäten des Jahres 2004 stand. Die Feierlichkeiten fanden am 28. und 29. August im Feuerwehrgerätehaus statt.
Zwei Tage lang gab es Informationen und Wettbewerbe rund um die Feuerwehr. Aber auch das gesellige Beisammensein kam bei den Feierlichkeiten im Festzelt am Feuerwehrgerätehaus nicht zu kurz.
Im Rahmen der Veranstaltung fanden ein Frühschoppen, eine Fahrzeugausstellung, ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm statt. Kinderspiele mit der Buttonmaschine und Vorführungen der Jugendfeuerwehr waren mit die Höhepunkte der Veranstaltungen.

Neben dem „Spiel ohne Grenzen“ aller Jugendfeuerwehren der Gemeinde Ehringshausen um den Wanderpokal der Gemeinde Ehringshausen hielten die Brandschützer am ersten Veranstaltungstag im Rahmen eines Festkommerses einen Rückblick über die Tätigkeiten der Jugendabteilung. Die Festredner die sehr gute Nachwuchsarbeit, die seit einem viertel Jahrhundert in Katzenfurt geleistet werde.
Besonders gewürdigt wurde Edgar Müller. Der Jugendwart leitet die Nachwuchsabteilung seit über 20 Jahren verantwortungsbewusst und ist seit der Gründungsversammlung in der Jugendfeuerwehrarbeit aktiv. Auf Grund dieser hervorragenden Leistung wurde er mit der goldenen Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr geehrt. Auch seiner Gattin Sigrun wurde für die langjährige Unterstützung besonders gedankt; Weitere Ehrungen des Nassauischen Feuerwehrverbandes für besondere Verdienste erhielten Wolfgang Hammer und Michael Krombach.


2005

355 Mitglieder und 29 Aktive der Einsatzabteilung (darunter zwei Frauen) hat die Feuerwehr Zu 23 Einsätzen wurde alarmiert; das ist die Bilanz in der Jahreshauptversammlung für das abgelaufene Jahr.

Im März 2005 wird der Wehr von der Gemeinde ein neuer Mannschaftstransportwagen zur Verfügung gestellt; es handelt es sich um einen neuen Fiat Transporter Ducato Kombi.
Hervorzuheben ist hierbei die beachtliche Eigenleistung der Wehr beim Umbau des Fahrzeugs in ein Einsatzfahrzeug.