Die Einsatzabteilung
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aktueller Übungsdienstplan
aktueller Thekendienstplan
die Einsatzabteilung aus dem Jahre 2007
Die Einsätze und die Ausbildung
Eine gute Ausbildung und ein optimales Gerät sind wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Arbeit jeder Feuerwehr.
Als Einsatzfahrzeuge stehen der Wehr das im Jahre 1989 beschaffte Löschgruppenfahrzeug, LF 8, sowie seit 2005 ein neues Mannschaftstransportfahrzeug zur Verfügung.
Das LF 8 verfügt über eine Fahrer- bzw. Mannschaftskabine mit Sitzplätzen für eine Löschgruppe in der Stärke 1 + 8, d.h. insgesamt 9 Einsatzkräfte; der Mannschaftstransportwagen verfügt über die gleiche Zahl von Sitzplätzen.
Im Heckraum des LF 8 befindet sich eine herausziehbare und nach hinten absenkbare Ladebrücke für die Tragkraftspritze TS 8/8, eine Feuerlöschkreiselpumpe mit 800 Litern Förderleistung bei 8 b.
Dieses Fahrzeug soll in den nächsten Jahren durch ein neues Löschgruppenfahrzeug, ein LF 10/6, ersetzt werden.
Stellvertretend für die vielen Einsätze in Katzenfurt in den vergangenen 25 Jahren sei an dieser Stelle besonders an die, in den 80er Jahren gedacht, wobei am 17. Mai 1983 ein gewaltiger Sturm die Wohnhausdächer von Christa Herbel und Armin Eckhardt komplett abdeckte.
Etwa ein ¾ Jahr später, im Februar 1984, hieß es auch in Katzenfurt „Land unter“. Durch ein sog. „Jahrhunderthochwasser“ war die Katzenfurter Wehr über 20 Stunden pausenlos im Einsatz, wobei dieser Einsatz eine der größten Bewährungsproben seit Bestehen, darstellte.
Das Dorf war bei diesem Hochwasser durch die Dill getrennt, da die Dillbrücke wegen Überflutung des Brückenkopfes in der Brückenstraße nicht mehr nutzbar war.
Die Erfahrungen aus diesem und auch späteren Hochwassern wurden genutzt, um den Hochwasserschutz im Kreisgebiet zu verbessern und präventiv tätig zu werden; so entstand nicht zuletzt der Aartalsee, um als Auffangbecken zu fungieren.
Auch in Katzenfurt wurde nach Möglichkeiten gesucht, die Wohnbevölkerung und insbesondere die Dillanlieger im Bereich der Brückenstraße besser zu schützen und die Feuerwehr damit bei ihrer Arbeit zu entlasten.
Hierzu wurden in 1999 verschiedene Maßnahmen erörtert und etwas später auch in eine sehr wirksame Maßnahme ungesetzt.
Nicht zuletzt beim Hochwasser am 17.09.2006, bei dem die gefallenen Niederschläge mit 170 mm in 5 Stunden außergewöhnlich hoch waren und über denen des 100-jährigem Niederschlagsereignis lagen, konnte man feststellen, dass sich diese Maßnahme in der Praxis gut bewährt hat und Wassereinbrüche weitgehendst vermieden werden konnten.
Die größte Suchaktion, die es bisher im Lahn-Dill-Kreis gegeben hatte, begann am 18. August 1985. In der Nachbargemeinde Daubhausen wurde der vierjährige Jonathan Müller als vermisst gemeldet. Erst 3 Tage nach seinem Verschwinden, die Nachttemperaturen lagen nur knapp über dem Gefrierpunkt, kam es zu Jonathans wundersamer Rettung; ein 19-jähriger Bundeswehrsoldat fand das Kind völlig erschöpft – aber unversehrt- unter einem Gebüsch, an einem Baum gelehnt.
Ende der 80er Jahre brannte es verhältnismäßig oft in Katzenfurt. Am 29.10.1988 kam es zum bisher größten Brand, als die Scheune von Ludwig Lorenz in Flammen stand.
Die Brandschützer waren lange mit den Lösch- bzw. und auch Aufräumarbeiten beschäftigt.
Unterstützend tätig war man auch in den 90er und den letzten Jahren bei vielen Bränden und Hilfeleistungseinsätzen in der Großgemeinde. So z.B. beim Großbrand der Produktions- und Lagerhalle der Fa. Omniplast am 10.11.1993, bei dem ca. 200 Feuerwehrleute aus Wetzlar, Aßlar, Herborn, Dillenburg, Braunfels und Ehringshausen im Einsatz waren. Dieses Feuer war bis heute einer der größten Brandeinsätze in der Gemeinde Ehringhausen.
1998 kam es zu 2 Großbränden in Daubhausen, wobei zum einen eine Scheune und Teile eines Wohnhauses und zum anderen das erste Obergeschoss eines Wohnhauses in Flammen aufgingen.
Im Jahr 2003 waren insgesamt 35 Einsätze zu bewältigen; so rückte die Feuerwehr bei Umweltschäden, einem Dachstuhlbrand in Ehringshausen, zwei Verkehrsunfällen mit Personenschäden, 25 Hilfeleistungseinätzen und den immer wieder ärgerlichen Fehlalarmierungen durch eine Brandmeldeanlage bei einer heimischen Firma aus.
Im Februar 2004 wurde zusammen mit den Kameraden aus Ehringshausen und Kölschhausen ein Wohnhausbrand im Ortskern von Ehringshausen bekämpft.
Im selben Jahr war man auch beim zweiten Großbrand nach 1982 im Sägewerk Ehringshausen mit den Kameraden der Nachbarwehren Ehringshausen und Kölschhausen erfolgreich im Einsatz.
Während der Arbeiten zu dieser Festschrift kam es am 07.09.2005 zu einem Dachstuhlbrand im Neubaugebiet Aarlskaut. Auch bei diesem Einsatz arbeitete man hervorragend mit den Kollegen aus Ehringshausen zusammen.
An dieser Stelle sei das sehr gut zu bezeichnende Verhältnis zu allen anderen Wehren in der Gemeinde Ehringshausen noch einmal betont.
Aber nicht nur Brände in Katzenfurt und Umgebung oder schwere Verkehrsunfälle bleiben den Aktiven und Bürgern in Erinnerung.
Auch kuriose Einsätze galt es zu bestreiten.
So kam es Ende April 2004 zu einem, zumindest für die Medienlandschaft, sehr interessanten Einsatz.
Ein Kater, der sich in ca. 25 Metern Höhe in Katzenfurt auf einen Baum geflüchtet hatte, sorgte für enormes Aufsehen und auch besagtem Medieninteresse. Zwei Fernsehteams und mehrere Radiosender berichteten über das Problem. Dabei lag die Geschichte für die Sender im Namensspiel begründet, denn in Katzenfurt hatte man ein Katzenproblem.
Die Operation „Alles für die Katz“ führte schließlich auch nach einigen Tagen zum Erfolg, wobei es einer Katzenexpertin gelang das das Tier mit Futter in einen Korb zu locken, der dann abgeseilt wurde.
Am 21.01.2005 kam es dann zu einem weiteren etwas kuriosen Einsatz bzw. eine besonders spektakuläre Rettungsaktion, die sich bei einem extremen Hochwasser zwischen Katzenfurt und Edingen ereignete.
Dort hatte sich eine kleine Schafherde aus Angst vor den Wassermengen auf eine Erhebung in den Dill-Auen zurückgezogen. Der besorgte Landwirt wollte die Tiere am Morgen bergen, blieb aber auf dem Weg zur Insel mit seinem Traktor im Morast stecken. Der Feuerwehr und dem THW gelang es schließlich, bei sinkenden Pegelständen mittels eines großen Traktors mit Anhänger und einem Schlauchboot, die Tiere an Land zu bringen.
Für einige Schafe kam allerdings jede Hilfe zu spät; sie waren mit der Flut weggetrieben worden, weil der Platz auf der Insel immer kleiner geworden war. Auch hier war ein Fernsehteam des Hessischen Rundfunks vor Ort und zeichnete die „Rettungsaktion“ auf.
Mit derzeit 32 Aktiven der Einsatzabteilung, 10 Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr und 18 Mitgliedern in der Alters- und Ehrenabteilung verfügt die Katzenfurter Wehr über eine schlagkräftige Truppe. Bei den zahlreichen Einsätzen anlässlich von Bränden, Hilfeleistungen und Brandsicherheitsdiensten zeigt sich, dass sich die Bürger stets auf „ihre Feuerwehr“ verlassen können. Rund 350 Vereinsmitglieder unterstützen die Tätigkeit „Ihrer Feuerwehr“ durch ihre Mitgliedschaft.
Insgesamt sind das hervorragende Voraussetzungen für weitere Jahre und Jahrzehnte zukünftiger, erfolgreicher Feuerwehrarbeit in Katzenfurt.
Die Ausbildung
Regelmäßige Übungen und Ausbildung sind für die Aktiven ganz besonders wichtig.
Die monatlichen Übungen der Aktiven finden an jedem 1. Montag und 3. Freitag im Monat statt;
Ohne Ausbildung und Übungen geht es nicht. Viele Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene wurden und werden von den Aktiven besucht. Stand bei Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Katzenfurt die Brandbekämpfung im Mittelpunkt de Ausbildung, änderte sich dies bis heute mit den vielfältiger werdenden Aufgaben im Feuerwehrdienst.
Heute müssen die die Feuerwehrmänner und – frauen neben der Routine im Umgang mit der vorhandenen Gerätschaft ein breit gefächertes Wissen haben, um im Einsatz sachgerechte und schnelle Hilfe leisten zu können. Lehrgänge dienen dabei dazu, dass praktisches und theoretisches Wissen erlernt und vertieft und in den heimischen Unterrichtsveranstaltungen weitergeben wird.
Die Hess. Landesfeuerwehrschule in Kassel bietet derzeit für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren rund 40 verschiedene Lehrgangsarten und Fortbildungsseminare an. Hinzu kommen zahlreiche Lehrgänge für die Jugendfeuerwehr am Jugendfeuerwehr-ausbildungszentrum in Marburg – Cappel.
Wesentlichen Anteil an der Ausbildung und Lehrgangsarbeit haben auch Lehrgänge und Fortbildungsveranstaltungen auf Kreisebene.
Gerade die überörtliche Ausbildung bedeutet für die Aktiven, einen erheblichen Teil ihrer Freizeit für die Allgemeinheit zu opfern.
Ohne das Entgegenkommen vieler Arbeitgeber wäre auch dies aber oft nicht möglich.
An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an diejenigen Arbeitgeber, die mit der Freistellungen bei Ausbildung und Einsätzen von Einsatzkräften, einen ganz wesentlichen Beitrag für die Sicherheit und den Brandschutz an der Allgemeinheit leisten.
Die Jugendfeuerwehr trifft sich alle 2 Wochen freitags.
Die feuerwehrtechnische Ausbildung in der Jugendfeuerwehr ist nicht nur für die spätere Tätigkeit in der Einsatzabteilung von großer Wichtigkeit, auch die Kameradschaft und der sportliche Geist sowie die allgemeine Jugendarbeit werden hier gefördert. Das Zusammenwirken in der Gruppe fördert den Gemeinschafstgeist.
Quelle: Festschrift 2007